Station 7 Mühle Gehring


Hier oben auf der Bleeke, rund 154 Meter hoch, haben die Gehrings 1858 eine Windmühle errichtet im Stil einer Holländerwindmühle. Im Laufe der Jahre kam ein weiteres größeres Betriebsgebäude dazu. Es wurde mit Futtermittel gehandelt, das geerntete Getreide wurde getrocknet und natürlich wurden auch Schrot und Mehl gemahlen. Auf kürzesten Weg kam das zu den nahen Verwandten nach Wefing in die Bäckerei, und so wurde ein Schuh draus, oder besser ein Brot.


Die Landwehr und der Hof Borgstedt

 Die Straße “Zur Landwehr” hat ihren Namen durch die Vermutung, dass der Weg hinter dem Hof Schwanhold die örtliche Landwehr durchquerte. Mit etwas Phantasie ist der Verlauf der Landwehr streckenweise noch nachvollziehbar, wissenschaftliche Belege gibt aber wohl eher wenige.

 

Ob die Wälle an Schwanholds Brink nicht doch eine andere Funktion hatten, ist nicht endgültig geklärt. Der Weg verlief früher jedenfalls um mehrere hundert Meter anders.

 

Den Weg „Zur Landwehr“ Richtung Jöllenbeck weiter befindet sich nach rd. 900 Metern jetzt der Hof Schwanhold. Der Vorläufer des Hofes war der Hof Borgstedt, der aber auf der anderen Seite des Weges lag. Der Name lässt auch wieder auf eine Nahe Befestigung schließen. Der ganze Weg, der früher Münsterweg hieß, nahm am Hof und im Siek einen ganz anderen Verlauf, kam aber oben im Nagelholz wieder auf die jetzige Wegstrecke zurück. „Münsterweg“, weil die anliegenden Bewohner im Mittelalter ihre Abgaben an das Kloster St. Mauritz vor den Toren Münsters entrichten mussten.