Station 3 Der Sattelmeierweg und die alten Höfe


Wir befinden uns am „Sattelmeierweg“, benannt nach dem Hof Meyer zu Rahden, der möglicherweise ein Sattelmeyer des Sachsenherzogs Widukind war. Meyer zu Rahden gehörte früher aber nicht zu Häger, sondern zur Bauernschaft Schröttinghausen und trug dort die Hausnummer 1.

 

Vom Standort auswärts am Sattelmeierweg entlang kommt man zuerst zum Hof Eismann, dann zum Hof Göhner-Wellmann und schließlich zu Meyer zu Rahden. Alle Höfe gehörten bereits 1556 zur Bauerschaft Rodenhagen, sind aber noch mehrere hundert Jahre älter.


Hof Rudorf

Der Hof Rudorf, ganz früher auch Rürup, war früher der zweitgrößte in Häger und trug die Hausnummer 2.

 Im Urbar der Grafschaft Ravensberg aus dem Jahr 1556 ist zu dem Anwesen unter Nummer 146 zu finden: „Johan Rudorp, ein halbspan, meinem Gnedigen Hern mit weib und kindern eigen. Huis, hof und garde 4 ½ scheppel roggen,….“

 

1830    Der Hof selbst bestand aus drei Gebäuden, zum Hof gehörten über 130 Morgen Land

1852    Über zehn Kötterfamilien gehörten damals zum Hof; unter anderem auch ein Kotten im Selwinckel und einer in der Wallenbrücker Marck

 


Hof Eismann

Der Name des Hofes hat sich über die Jahrhunderte hinweg kaum verändert.

 

Im Urbar der Grafschaft Ravensberg von 1556 findet unter der Nummer 148 der Bauerschaft Rodenhagen die folgende Eintragung: „Ludolf Eisthmann, halbspan, Meinem Gnedigen Hern mit weib und kindern eigen……..“

 

Aus dem Jahr 1830 wissen wir, dass zwei Gebäude und 86 Morgen Land zum Hof gehört haben. 1852 gehörten zum Hof sechs Kötter und 1854 wurde dort ein Neubau fertig gestellt.

 

Die Flächen, die zum Hof gehören, reichen vom Sattelmeierweg bis zum Warmenauzufluss und teilweise darüber hinaus. Zu Häger gehören zwei Gruppen Höfe: Die einen gehörten früher zum Mauretanischen oder auch Nienhagen, damit auch zu Lenzinghausen und kamen dann zur Bleecke und zu Häger, während die anderen zur Bauerschaft Rotenhagen gehörten und dem Grafen zu Ravensberg direkt eigen waren. Dazu gehörte auch Eismann.


Hof Göhner-Wellmann

Der Hof wird 1556 im Urbar der Grafschaft Ravensberg in der Bauerschaft Rodenhagen aufgezählt unter Nummer 143: „Johann Welmann ist ein halbspenniger, mit wief und kindern Meinem Gndigen hern eigen…“ Auch die weiteren Bemerkungen sind nicht außergewöhnlich.

 

1830   Zwei Häuser und 105 Morgen Land gehören zum Hof

1852   Sechs Kötter haben zum Hof gehört


Hof Meyer-zu-Rahden

In der Geschichte des Hofes wechselte seine Zugehörigkeit zu den Kommunen mehrfach: einmal gehörte der zu Rotenhagen, dann zu Schröttinghausen, dann zu Häger und schließlich zur Stadt Werther. Im Urbar der Grafschaft Ravensberg von 1556 steht unter Nummer 66 in der Bauerschaft Schröttinghausen: „Ludolf Meier zu Raeden ist meinem Gnedigen Hern mit wiff und kindern eigen. Sitzt uf seiner Furstlichen Gnade erb, daruf Syn Furstliche Gnade die besaet hait….“

 

1830   Zum Hof gehörten ohne Kotten schon fünf Gebäude und 200 Morgen Land