Station 18 Bleecker Schule


Aus der Schulchronik ist auch zu entnehmen, für wen die Schule seiner Zeit erbaut worden ist. Sie ist errichtet worden auf dem Grundstück des Colon Dammann. Das Wohnhaus des Colon Dammann oder auch „Bleeckenmeier“ hat sich auf der anderen Seite des jetzigen Engerstraße befunden. Zuletzt hieß die Besitzung Nolte.

 

Die Schule ist für die Bewohner des „Neuenhagens“, wie es in der Chronik heißt, eingerichtet worden. Diese Bewohner waren: Die Colone Giesselmann, Sahrhage, Scheper, Esselmann, Habighorst, Borgstedt, Winkelhage, Kampsmann, Hülsmann und Hülskötter. Die vier zuletzt genannten waren die Häger, die zum Amt Spenge gehörten. Um noch einmal kurz an vorige Ausführungen zu erinnern: Früher gehörten all diese Höfe zu Lenzinghausen oder besser, zum Mauretanischen oder Nienhagen. Die Erwähnung hier in der Schulchronik trennt zum ersten Mal die Höfe des Nienhagens in solche, die zu Werther, und solche, die zu Spenge, gehörten.

 

Das erste Schulgebäude wurde errichtet auf dem Grundstück, auf dem später des Lehrerhaus stand. Das jetzige Bürgerhaus ist bereits ein „Neubau“. Der Schulbetrieb lief zuletzt bis zur Schließung im Jahr 1968 unter dem Namen „Volksschule Häger“. Danach wurden die „Kleinen“ vorrangig in Langenheide eingeschult. Aus der Schulpflegschaft heraus wurde dann der Heimatverein Häger gegründet, dessen erster Vorsitzender Erwin Grafahrend war.

 

Ein Zeitzeuge: „In den 60er Jahren wurden in den drei Klassenzimmern jeweils zwei Jahrgänge unterrichtet. Im Klassenraum zur Straße hin das erste und zweite Schuljahr, im Raum gegenüber zum Hof hin, das dritte und vierte Schuljahr, und in dem großen Raum mit der Bühne das fünfte und sechste Schuljahr. Als Lehrkörper standen damals zur Verfügung Fräulein Schröder aus Spenge, Frau Kisker aus Halle und Herr Schlottmann als Schulleiter, der direkt nebenan im Lehrerhaus wohnte“.

 


Tischlerei Dammann / Nolte

 

Nichts weist heute mehr darauf hin, dass sich hier auf der dem Bürgerhaus gegenüber liegenden Seite der Engerstraße früher die Besitzung Nolte befunden hat. Viele Jahre zurück war es ein Venghaus, der hier ansiedelte. Später wohnte der Colon Dammann hier. Die Familie Nolte betrieb auf dem Anwesen, das einen sehr schönen alten Eichenbestand hatte, eine Tischlerei.